Wir sind dann mal weg. Für das Forschungsprojekt “Die Crangon crangon in der subagrarischen Population im Gebiet der kimbrischen Halbinsel und der Kollision mit dem Tourismus der Postmoderne” nahmen Dr. Obby, der Piktograph und der Blogger an einer Exkurison an die Nordseeküste teil.
Die erste Exkursionsstation wurde erreicht, es handelte sich um den Hafen bei der Seehundmetropole Friedrichskoog. Zum bedauern der Teilnehmer gab es weder Seehundsushi noch passende Jacken oder Taschen aus Seehundfell. Dementsprechend konnte die Lokalwirtschaft nicht von unser Kaufkraft profitieren. Der Bummel übern Deich ergab, das Meer war weg und so folgten wir diesem Beispiel.
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Was ist der Unterschied zwischen einer schwarz-roten Koalition und einer Telefonzelle? In einer Telefonzelle zahlt man erst und wählt dann. (€ 3,99/sek.)
Angekommen an der Friedrichskoog-Spitze und ein Blick übern Deich später, konnte festgestellt werden, das Meer ist immer noch weg. Seeluft macht bekanntlich hungrig und so wurde sich umgeschaut nach etwas Delikatem. Neben dem Asia-Imbiss und dem Dönerwagen entschieden wir uns für was gänzlich exotischem, Crangon crangon-Brötchen. Das sieht dann so aus:

Die Remoulade landete unverzüglich auf dem Hemd des Bloggers, Dr. Obby freute sich bereits über diesen Fauxpas, bis er feststellte, dass ihm der gleiche Fauxpas passiert war. Der Piktograph fand in der Zwischenzeit eine neuen Freund, den Fritze von der Spitze und beide amüsierten sich über die befleckten Exkursionsteilnehmer.
Piktograoh (links). Die Unschärfe ist Remoulade auf der Linse.
Vor Weiterfahrt musste natürlich der örtliche Minigolfplatz einer gründlichen Inspektion unterzogen werden.
Nächster Halt – Büsum, das Blackpool der deutschen Nordsee. Unser Co-Pliot Bruce Willis meinte es gut mit uns, es hätte keine schmaleren und kurvigeren Straßen gegeben um uns schneller ans Ziel zu bringen. Büsum, der Inbegriff der Krabbenheimat, idyllisches kleines Küstenstädtchen mit historischer Altstadt und sanftem ökologischen Tourismus. Bis auf die Krabbe wäre dieser Werbeclaim vollständig gelogen. Um erneut zu gucken, ob das Meer da ist, stellt man sich auf dem Deich an ein Gatter oder zahlt Kurtaxe. Kurtaxe klingt nach Erholung, wer auf wenig Platz und viele Menschen steht, der wird sich hier prächtig erholen. Das Meer war immer noch weg. Gebackene Kartoffel mit Quark in der Ich-seh-aus-wie-überall-Outdoor-Passage für günstige € 9,-. Sollte man sich dafür entscheiden, muss man nur aufpassen, dass einem die Büsumbahn nicht über die Füsse fährt oder man von den Animationskünstlern zu Tode amüsiert wird.

Die Exkursionsteilnehmer ließen sich auf den Touri-Schwindel Krabbenverkauf ein und erwarben 3 Liter Krabben für ein abendliches Wettpuhlen. Zeit den Standort zu wechseln.
Während alle Teilnehmer schliefen, erreichte das Auto Friedrichstadt. Ein idyllisches kleines Städtchen mit historischer Altstadt und sanftem Tourismus. An einem derartigen Werbeclaim wäre nichts gelogen. Auch hier musste selbstredend Fisch im Brötchen getestet werden, lecker.

Klein Holland in Schleswig Holstein. Eine absolute Reiseempfehlung. Nach einem zu kurzen Bummel durch die Stadt, musste die Exkurison leider aufgrund der Zeit beendet werden.
Zurück am Stützpunkt folgte die manuelle Ecdysis der Crangon crangon. Der Piktograph häutete am schnellsten (1 Liter = 600gr.) in 75 Minuten, Dr. Obby und der Blogger lieferten sich ein Fotofinish, das knapp mit 89 Minuten vor 89 Minuten und 5 Sekunden zugunsten des Bloggers endete. Netto ergaben sich 202 gr. für den Piktogtaph, 184 für den Blogger und 182 gr. für Dr. Obby.

Mit Schwarzbrot wahlweise Toast, Spiegelei bzw. Rührei war es eine kulinarische Sensation, jeder Biss ließ die Geschmacksknospen frohlocken.